Der Tamandua-Ameisenbär in Costa Rica: Größe, Goldene Weste, Stahlkrallen und Mangrovenleben

Wegen seiner auffälligen Fellzeichnung liebevoll als Ameisenbär mit der „schwarzen Weste” bezeichnet, ist der Nördliche Tamandua (Tamandua mexicana) einer der faszinierendsten Baumbewohner in den Mangroven von Sierpe und den Urwäldern von Corcovado.
📋 Steckbrief: Nördlicher Tamandua
Fellzeichnung mit Weste & Stahlkrallen zum Klettern
Der Tamandua trägt ein dichtes, strohgelbes Fell, über das sich eine tiefschwarze „Weste” über Rücken und Schultern legt. Seine Vorderpfoten tragen eine gewaltige, sichelförmige Mittelkralle, mit der er steinhart verholzte Termitennester in Sekundenschnelle aufreißt. Auf dem Boden rollt er seine Krallen nach innen ein und läuft auf den Knöcheln, um die Schärfe seiner Werkzeuge zu bewahren.
* Ameisenbären suchen in den überhängenden Ästen des Río Sierpe nach Baumnestern von Termiten.
Häufig Gestellte Fragen
Wie groß und schwer wird ein Nördlicher Tamandua?
Der Nördliche Tamandua misst zwischen 50 und 80 cm Körperlänge plus einen 40 bis 60 cm langen Greifschwanz und wiegt ausgewachsen zwischen 3,5 und 6,0 kg.
Wie lang ist seine Zunge und wie viele Insekten frisst er täglich?
Seine mit klebrigem Speichel benetzte Zunge ist bis zu 40 cm lang. Ein Tamandua verzehrt täglich bis zu 9.000 Ameisen und Termiten, verweilt aber nur 1 bis 2 Minuten an einem Bau, um Bissen von Soldatenameisen zu entgehen.
Wie verteidigt sich ein Ameisenbär ohne Zähne?
Völlig zahnlos richtet sich ein bedrohter Tamandua auf den Hinterbeinen auf, stützt sich mit dem Schwanz ab und nimmt eine 'Kung-Fu-Verteidigungshaltung' ein, bewaffnet mit fünf Zentimeter langen Stahlkrallen. Zudem versprüht er ein übelriechendes Analdrüsensekret.
